IRISCHES ARBEITSRECHT

Wenn Sie in Irland einer Tätigkeit nachgehen und für diese Tätigkeit von Ihrem Arbeitgeber entlohnt werden, besteht automatisch ein Arbeitsvertrag. Auch wenn dieser nicht in schriftlicher Form vorliegen sollte, gelten die gesetzlich geregelten Konditionen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
 
Bestimmte gesetzliche Regelungen ersetzen in Irland jede anderweitige Vereinbarung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Ein Beispiel hierfür ist die Regelung zum Mutterschaftsurlaub. Auch wenn dieser im Arbeitsvertrag nicht enthalten ist oder gar eine Vereinbarung besteht, dass dieser nicht gewährt wird, hat der Arbeitnehmer trotzdem Anspruch auf den gesetzlich festgelegten Mutterschaftsurlaub.
 
Arbeit im Ausland: Arbeit in Irland: Regelungen zum Arbeitsvertrag

Gemäß den „Terms of Employment (Information) Act 1994 ist es nicht erforderlich, den kompletten Arbeitsvertrag in schriftlicher Form zu erstellen, allerdings müssen bestimmte Regelungen schriftlich festgehalten werden. Dies gilt nicht für Arbeitnehmer, die weniger als einen Monat angestellt sind.
 
Folgende Informationen müssen schriftlich in einem Vertrag enthalten sein:
 
Der jeweils vollständige Name von Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Die Adresse des Arbeitgebers oder die der registrierten Firma, falls der Arbeitgeber ein Unternehmen ist
Der Arbeitsort oder, falls dies der Fall ist, ein Hinweis, dass der Job verlangt an verschiedenen Orten zu arbeiten
Die Berufsbezeichnung oder eine Beschreibung der Tätigkeit
Das Datum des Beschäftigungsbeginns
Vereinbarungen zum Vertrag
Der Zeitraum der Anstellung, falls diese befristet ist
Vereinbarungen zu Urlaub und Pausen gemäß den gesetzlichen Regelungen
 
Sollte der Arbeitnehmer im Ausland arbeiten, hat er Anspruch bestimmte Regelungen vor seiner Abreise in schriftlicher Form zu erhalten. Dazu gehören der Zeitraum des Auslandsaufenthaltes und die Währung, in der sein Gehalt ausgezahlt wird.
 
Arbeit im Ausland: Arbeiten in Irland: Probezeit für Arbeitnehmer in Irland
 
Der Arbeitsvertrag kann eine Probezeit beinhalten, die auch bei Bedarf verlängert werden kann. Ein Arbeitnehmer, der in der Probezeit ist, kann sich in der Regel nicht vor unrechtmäßiger Kündigung schützen, es sei denn, er ist länger als ein Jahr beschäftigt. Sollte die Kündigung erfolgt sein, weil der Arbeitnehmer einer Gewerkschaft angehört oder wegen Angelegenheiten in Schwangerschaft oder Mutterschutz, kann er sich ebenfalls auf das Gesetz über unrechtmäßige Kündigung berufen. Das Anrecht des Arbeitnehmers auf bestimmte Regelungen, wie Urlaub und Gehaltsabrechnungen, besteht auch in der Probezeit.
 
Sollte es der Arbeitgeber versäumen, die erforderlichen schriftlichen Vereinbarungen vertraglich festzusetzen, kann beim zuständigen Amt Klage eingereicht werden. Die Klage muss innerhalb des Beschäftigungsverhältnisses oder spätestens 6 Monate nach Beendigung erfolgen.
 
Unterlagen erhlältlich unter:
 
The Rights Commissioner Service
  Tom Johnson House
  Haddington Road
  Dublin 4
  Tel: (01) 660 9662